Das Weilburger Tageblatt berichtete am 18.12.2020 von Überlegungen der Gemeinde Weilmünster und der Betreibergesellschaft des dortigen Krankenhauses, auf dem Areal der Vitos-Klinik Wohnraum zu schaffen und dabei auch das Freizeitpotenzial auszubauen. Die Rede ist u.a. von einer Freizeitarena, von Hotellerie und anderen Event-Locations. Die Unterzeichner dieses Aufrufs sind bestürzt von solchen Plänen, die die besondere Geschichte der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster“ und ihren Einbezug in die Ermordung von mehr als 6.000 Menschen in der NS-Zeit konterkariert. Unmittelbar vor dem internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar fordern wir die Verantwortlichen der Gemeinde Weilmünster und der Vitos Weil-Lahn gGmbH auf, von diesen Planungen Abstand zu nehmen und einen würdevollen und angemessenen Gedenkort in die Planungen mit einzubeziehen.
Weilmünster: Der Schauplatz von NS-Massenverbrechen darf nicht als Freizeitarena oder Event-Location missbraucht werden
2. Februar 2021
Esther Bejarano, Charlotte Knobloch und Marina Weisband zum Holocaust-Gedenktag
29. Januar 2021
Von VVN-BdA Taunus
Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021 äußerte sich Esther Bejarano, Auschwitz- Überlebende und Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, zur Primetime in den ARD-Tagesthemen:
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VVN-BdA-Bundessprecher Dr. Ulrich Schneider zum Urteil im Mordfall Lübcke
28. Januar 2021
Von Dr. Ulrich Schneider
Am Tag der Urteilsverkündung möchte ich noch einmal zurückblicken auf den Beginn des Prozesses.
Aus unserer Perspektive als VVN-BdA war und ist das zentrale politische Problem des Prozesses seine Anlage als Verfahren gegen „Einzeltäter“. Die Anklage gegen Stephan Ernst und Markus Hartmann blendete von Anfang an deren politisches Umfeld sowie die „Karriere“ der Täter im Netzwerk der extremen Rechten in Nordhessen aus. Das Gericht selber sorgte gemeinsam mit der Bundesanwaltschaft dafür, dass nicht der Hauch einer „terroristischen Vereinigung“ übrig blieb – ein Verfahren gegen den Waffenhändler wurde abgetrennt, ein weiterer Zeuge, der sich etwas „verplapperte“, wurde ermahnt, nicht mehr von seinen Kontakten zu Ernst zu berichten, damit nicht der Anschein einer Gruppe entstehe.
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Kommunalwahlen 2021 – für Antifaschist:innen wichtig!
15. Januar 2021
Geschrieben von Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA

Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA
Antifaschismus ist mehr als eine Gegenbewegung, Antifaschismus ist ein Zukunftsentwurf. Daher bringen sich Antifaschist:innen gestaltend in die politische Entwicklung ein, und damit auch in die politischen Verhältnisse auf kommunaler Ebene. Hier werden mehr Lebensbereiche entschieden als gemeinhin bewusst – die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Schulverwaltung und damit die Ausstattung des Bildungsbereiches, Bibliotheken und die Volkshochschulen als Erwachsenenbildungseinrichtung. Es geht um Daseinsvorsorge für Menschen, die gesamte Sozialbetreuung, darunter die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen. Somit können Antifaschist:innen auch in den Kommunen darauf Einfluss nehmen, wie das Ziel einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft erreichbar ist.
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Demokratie wählen!
12. Januar 2021

Geschrieben von VVN-BdA Taunus
Am 14. März finden in Hessen Kommunalwahlen statt. Wir meinen, Jede und Jeder sollten sich an der Wahl beteiligen. Bei der Kommunalwahl empfiehlt es sich, die Briefwahl zu nutzen. Denn die Wahlzettel können gerne die Größe von Plakaten annehmen. Da kann frau/man besser zu Hause am Esstisch in aller Ruhe überlegen, wer gewählt wird. Dabei kann auch vom Panaschieren und Kumulieren Gebrauch gemacht werden.
Nein zu geschichtsrevisionistischen Faschismus-Vergleichen
23. November 2020
Erklärung der Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu den sich häufenden NS-Verharmlosungen und antisemitischen Vereinnahmungen der sogenannten „Querdenker“
Unter den Veranstalter:innen der Corona-Protestaktionen kommt es zunehmend in Mode, Faschismus relativierende Vergleiche in ihren Bühnenauftritten und Darstellungen einzubauen. Waren es zuerst „Judensterne“, die mit Losungen gegen eine angebliche Zwangsimpfung versehen auf Kundgebungen gezeigt wurden, oder Plakate gegen die „Merkel-Diktatur“, gab in den letzten Tagen weitere gezielte Provokationen. In Stuttgart schoben Eltern eine Elfjährige auf die Bühne, die unter dem Beifall der Zuhörer:innen erzählen durfte, sie habe sich wie Anne Frank gefühlt, weil sie ihren Geburtstag nur heimlich mit Freundinnen feiern konnte.
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Ciao Comandante
9. Oktober 2020
geschrieben von Bundesvereinigung der VVN-BdA
Carla Nespolo, Präsidentin des italienischen Partisanenverbandes ANPI verstorben: „Sie wird uns immer im Gedächtnis bleiben“

Mit großer Trauer müssen der italienische Partisanenverband ANPI und die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) den Tod von Carla Nespolo bekannt geben. Sie wurde 2017 als erste Präsidentin des italienischen Verbandes gewählt.
Der „Sturm auf Berlin“
2. September 2020
Erklärung der Bundesvereinigung der VVN-BdA
Historisch war der „Sturm auf Berlin“ der letzte Schritt der militärischen Zerschlagung des Faschismus in Europa. Am Ende stand am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands. Diesmal versammelten sich am Wochenende zehntausende Menschen zu einer Corona-Demonstration und kündigten einen „Sturm auf Berlin“ an. Neonazis und Reichsbürger riefen bereits zur „Entscheidungsschlacht“ auf und zeigten mit ihrer Gewalt gegen Polizisten und dem Angriff auf das ihnen verhasste Symbol des deutschen Parlamentarismus, den Bundestag, dass ihre Ankündigungen nicht nur leere Phrasen waren.
Breites Bündnis stellte sich der AfD in Bad Camberg entgegen
24. August 2020
Pressemitteilung des Bündnis Courage gegen rechts Diez/Limburg vom 23.08.2020
Ein breiter Aufruferkreis hatte eingeladen, lautstark gegen eine Veranstaltung der AfD im Kurhaus Bad Camberg am 22.08.2020 zu protestieren. Nach der Eröffnung mit dem Warnruf „Rechts geht’s bergab!“ begann die Kundgebung mit der Verlesung der Namen und dem Gedenken an die Opfer des Mordanschlags in Hanau vor einem halben Jahr.
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Über Camberg schackern wieder die Atzeln – AfD stören!
18. August 2020

Im Jahre 1357 überfielen Walsdorfer Raubritter die betrunkene und schlafende Einwohnerschaft Cambergs. Nur dank des lauten Schackerns der Atzeln wachten die Camberger rechtzeitig auf und setzten sich erfolgreich zur Wehr. Am 22.08.2020 treffen sich die Rassisten, Nazis und Faschisten der AfD im Kurhaus Bad Camberg. Das überparteiliche Bündnis Courage gegen rechts Diez/Limburg protestiert gemeinsam mit den bisherigen Bündnispartnern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bad Camberg, DGB Limburg-Weilburg, DIE LINKE. Limburg-Weilburg, Fridays for Future Limburg, Jusos Limburg-Weilburg, SPD Bad Camberg, VVN-BdA Taunus und Wir sind mehr e.V. lautstark und ermuntert Camberger:innen aller politischen und religiösen Richtungen, sich der Gefahr von Rechts entschlossen in den Weg zu stellen. Bringt mit, was Krach macht! Bitte denkt auch an einen Mund-Nasen-Schutz.
