Solidarität und Nachhaltigkeit statt rechtsextremer Polemik

30. April 2023

Aufruf zur den Mahnwachen gegen den AfD-Landesparteitag in Königstein im Mai

Gemeinsame Presseerklärung vom 28. April

Seit fast einer Legislaturperiode sitzt die AfD als parlamentarischer Arm der extremen Rechten im hessischen Landtag. In der ersten Mai-Woche trifft sie sich in Königstein zu einem Landesparteitag. Als Organisationen der Zivilgesellschaft protestieren wir gegen die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei und ihr reaktionäres Gesellschafts- und Familienbild. Wir lassen es nicht unwidersprochen, dass sie gegen Vielfalt und Diversität polemisiert, rassistische Vorurteile verbreitet und den menschengemachten Klimawandel leugnet. Dem stellen wir uns entgegen und rufen unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und alle Bürger*innen zur Teilnahme an den Mahnwachen gegen den AfD-Landesparteitag auf, am Freitag, 5. Mai von 11 bis 14 Uhr, am Samstag, 6. Mai, und am Sonntag, 7. Mai, jeweils von 8.30 bis 13 Uhr vor dem Haus der Begegnung in Königstein, Bischof-Kaller-Straße 3. Die AfD-Abgeordneten sind zwar demokratisch gewählt, doch sie nutzen ihr politisches Mandat, um die Demokratie und die Menschenrechte anzugreifen und in Frage zu stellen. Ihre Ziele sind nationalistisch, autoritär und unsozial. Die AfD ist eine Bedrohung für die Demokratie. Dass eine in Teilen offen rechtsextreme Partei,
die sich seit ihrer Gründung immer weiter radikalisiert, in deutschen Parlamenten vertreten ist, darf nie als Normalität hingenommen werden. In einer wissenschaftlichen Studie bilanzierten Prof. Dr. Benno Hafeneger und Hannah Jestädt bereits ein Jahr nach dem Einzug der AfD in den Landtag, sie wolle „das Parlament zu einer Arena für populistische Botschaften und neurechter Diskursverschiebung machen“. Träger von demokratiebewussten und menschenrechtsbasierten Aktivitäten in allen gesellschaftlichen Bereichen würden von der AfD diffamiert und angefeindet, mit dem Ziel, ihre Handlungsspielräume einzuengen. Doch wir lassen uns von der AfD nicht einschüchtern, sondern setzen unsere Werte gegen ihren Hass und ihre Hetze, die ideologischen Nährboden für Morde wie die in Hanau und Wolfhagen bereiten.Wir wenden uns gegen die Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik der AfD, die darauf ausgelegt ist, die ungleiche Verteilung des Reichtums noch zu verstärken und die Schwächsten unserer Gesellschaft weiter zu marginalisieren. Die AfD lehnt Wind- und Solarkraft ab, setzt in der Verkehrspolitik allein auf das Auto und verweigert sich damit der sozial-ökologischen Wende, die auch in Hessen dringend notwendig ist. Den Versuch der AfD, die Gesellschaft zu spalten und die Klimakrise zu ignorieren, kontern wir beim Protest gegen ihren Landesparteitag und im laufenden Wahlkampf mit einem Appell für mehr Solidarität, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit.

Herausgebende Organisationen in alphabetischer Reihenfolge:
agah – Landesausländerbeirat
Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Main
AWO Bezirksverband Hessen-Süd
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen
DGB Hessen-Thüringen
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Hessen
Landesfrauenrat Hessen
NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Hessen
Omas gegen Rechts Hessen
VVN-BdA, Landesvereinigung Hessen


Ansprechpartnerin für die Presse:
Barbara Helfrich
Tel.: 069 955262-43, Mobil: 0163 6141626
barbara.helfrich@paritaet-hessen.org

Protest gegen AfD-Parteitag

24. April 2023

laut und vernehmlich!

Die AFD plant ihren Landesparteitag vom 5.-7. Mai 23 in Königstein. Sie wird ihre Kandidaten zur nächsten Europawahl nominieren.
Wir wollen ein Europa mit offenen Grenzen – dafür sollten an diesem Tag gewisse Türen einfach zu bleiben…
Mit unseren Mahnwachen zeigen wir der AFD, was wir von ihr halten!

Freitag, 5.5., 11:00 bis 14:00 Uhr
Samstag, 6.5., 8:30 bis 13:00 Uhr
Sonntag, 7.5., 8:30 bis 13:00 Uhr
Jeweils vor dem Haus der Begegnung in Königstein, Bischof-Kaller-Straße 3

Die AfD sitzt als parlamentarischer Arm der extremen Rechten im hessischen Landtag. Als Organisationen der Zivilgesellschaft protestieren wir gegen die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei und ihr reaktionäres Gesellschafts- und Familienbild. Wir lassen es nicht unwidersprochen, dass sie gegen Vielfalt und Diversität polemisiert, rassistische Vorurteile verbreitet und den menschengemachten Klimawandel leugnet. Dem stellen wir uns entgegen und rufen unsere Mitglieder, Unterstützer*innen und Mitarbeiter*innen auf zur Teilnahme an den Mahnwachen gegen den AfD-Landesparteitag.

Alle in der Königsteiner Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien rufen zu den Mahnwachen auf.

Die Kommunikationsstrategien der Neuen Rechten in Deutschland

24. April 2023

Hybride Veranstaltung mit Jessica Wille, Medienwissenschaftlerin

Zum Alten Schlachthof (Urseler Straße 22, 61348 Bad Homburg v.d.  Höhe)
oder via Zoom

„Der Erfolg rechter Bewegungen im Netz ist geplant. Er hat eine Theorie, eine Geschichte, ein Ziel“ (Stegemann 16)

Das Internet ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und nimmt zudem einem großen Teil unseres alltäglichen Lebens ein. Die Nutzung erleichtert unser Leben, doch gleichzeitig wächst der Druck, in dem immer mehr politische Inhalte das Internet erreichen. Ernste Themen wie Umweltverschmutzung, Flüchtlingskrisen oder unterbezahlte Berufe werden thematisch aufgegriffen. Gerade auf sozialen Plattformen zeigen sich immer mehr rechtsextreme Inhalte, die die Themen dafür nutzen neue Wähler*innen für sich zu gewinnen.

Hier bedarf es einer Aufarbeitung aus der Perspektive der Medienwissenschaft. Der Fokus besteht darin, dass durch die Nutzung von Social Media Kanälen Menschen durch rechte Inhalte radikalisiert werden können und somit einer Gefahr ausgesetzt sind. Das Ziel ist es aufzuzeigen welche Strategien die Neuen Rechten auf Social Media verfolgen um mehr Aufmerksamkeit zu generieren. […]
Diskutieren Sie mit, entweder vor Ort in Bad Homburg oder bequem von zu Hause via Zoom:
Zoom-Zugangsdaten:

https://us06web.zoom.us/j/95590833749?pwd=TkpnaVczYklud3J3Nm5sdjM0Z1hxZz09
Meeting-ID: 955 9083 3749
Kenncode: 376376

10 Jahre AfD – „Menschenrechte statt rechte Menschen!“

23. April 2023

800 Protestierende stören die AfD-Feier mit Sprechchören „Nazis raus!“

Aus Anlass des AfD-Jubiläums, das in Königstein im „Haus der Begegnung“ mit 300 geladenen Gästen am 6. Februar 2023 begangen wurde, protestierten 800 Menschen aus Gewerkschaften, SPD, Linke, Umwelt- und anderen zivilgesellschaftlichen Verbänden lebhaft und laut zusammen mit Omas gegen Rechts, der VVN-BdA und weiteren Antifa-Organisationen. Auffällig viele Jugendliche mit phantasievollen Plakaten waren da. Mit Menschenketten und Sprechchören wie „Nazis raus“ wurde den AfDlern demonstriert, wie unwillkommen sie waren. Die AfD-Karossen mussten sich durch ein enges Schlupfloch auf den Parkplatz zwängen, das die Polizei durch Zurückdrängen der Demonstrierenden offen hielt.

Der Vertreter des Ukraine-Bündnisses stellte auf der Kundgebung die Nähe der AfD zu Ultrarechten in Russland dar, die VVN-BdA zeigte mit Zitaten aus der Höcke-Rede in Jena auf, dass eine faschistische Machtergreifung zunehmend vorstellbar wird, Gewerkschaften und Verbände schilderten die Gefährlichkeit der AfD in ihren Bereichen. Ein Aufruf zur Kundgebung gegen das Jubiläum der AfD von einem Bündnis auf hessischer Ebene vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem hessischen Ausländerbeirat, Landesfrauenrat, DGB, Ver.di, AgR, GEW, Zentralrat der Muslime, der AWO Hessen Süd, den NaturFreunden und der VVN-BdA mobilisierte für diese Demonstration.

„Die AfD leistet Verschwörungserzählungen im Kontext der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs Vorschub und vergiftet auch im hessischen Landtag das Klima. Rechtsextremer Hass in den Parlamenten bereitet den Boden für Morde wie die in Hanau und Wolfhagen. Im kommenden Landtagswahlkampf werden wir dieser Hetze deutlich widersprechen.“ (Aus der Pressemitteilung) Rosemarie Steffens


Menschenkette aus ca. 800 AfD-Gegner:innen in Königstein am 06.02.23. Foto R. Steffens

Gedenkveranstaltung zum 78. Jahrestag der Befreiung der Tötungsanstalt Hadamar und der Stadt Hadamar

11. März 2023

Auch in diesem Jahr wird mit einer Gedenkveranstaltung an die Befreiung der Tötungsanstalt Hadamar und der Stadt Hadamar erinnert.

9. November: Gedenken in Schmitten

11. März 2023

An die Opfer der Pogromnacht wurde in Schmitten/Taunus am November 2022 mit einer Andacht der Pfarrerin Dr. Tabea Kraaz und ihrer Konfirmant:innen vor der Mahntafel für die geschändete Synagoge erinnert. Das Gedenken begann mit einer Säuberung der Stolpersteine für Mitglieder der Familie Strauss, die in Auschwitz ermordet wurden.

Foto: W. Althen

Antifaschismus ist und bleibt gemeinnützig – starkes Zeichen gegen die Wertung des bayerischen Verfassungsschutzes!

28. April 2021

Pressemitteilung der VVN-BdA

Gestern erreichte uns der Bescheid des Finanzamts für Körperschaften 1, mit dem es unserem Einspruch gegen die Bescheide, mit denen uns die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2016-2018 aberkannt hat, stattgegeben hat. Die Steuerbescheide für die Jahre 2016 und 2017 sind damit aufgehoben.
Wir sind erleichtert und froh, dass das Finanzamt und die Berliner Finanzverwaltung nach eineinhalbjährigem Verfahren die Wertung des bayerischen Inlandsgeheimdienstes, wir seien „extremistisch“ als widerlegt betrachten.

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Limburger Ostermarsch

29. März 2021

Knapp dreißig Organisationen und dutzende Einzelpersonen rufen auch in diesem Jahr wieder zum Limburger Ostermarsch für Frieden und Abrüstung auf. Die VVN-BdA Taunus ist erstmals mit dabei.

Der Text des Aufrufs kann hier nachgelesen, heruntergeladen und unterzeichnet werden: Wir wollen Frieden, Abrüstung und internationale Verständigung!

Der Ostermarsch wird in Limburg am Karsamstag, den 3. April 2021 um 11:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz beginnen. Dabei gelten natürlich die Abstandsregeln sowie die Pflicht, einen medizinischen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Finanzamt rudert zurück: VVN-BdA ab 2019 wieder gemeinnützig!

25. März 2021

Presseerklärung der VVN-BdA

Der erste Schritt ist getan: Über unsere Anwälte erreichte uns heute die Mitteilung des Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin für das Jahr 2019: Die VVN-BdA ist wieder gemeinnützig.

Das ist ein gutes und wichtiges Signal für den Antifaschismus in diesem Land!

Zur Begründung teilt das Finanzamt mit, die Gemeinnützigkeit könne „nach
eingehender Prüfung“ gewährt werden, da die Bundesvereinigung der VVN-BdA im Jahr 2019 im Verfassungsschutzbericht des bayerischen Geheimdienstes nicht mehr als „extremistische Organisation“ eingestuft sei. Aufgrund der geänderten Einstufung stehe der Paragraph 51 der Abgabenordnung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit
„nicht im Wege“.

Die VVN-BdA wertet das als Signal, dass die Vernunft siegen wird und wir sind jetzt zuversichtlich, bald auch eine positive Nachricht für die Jahre 2016-18 zu erhalten.

An dieser Stelle bedanken wir uns schon einmal bei allen, die uns bei dieser
schwierigen und langen Auseinandersetzung unterstützt haben! Durch die große Solidarität, die verstärkte Öffentlichkeit und den lauten Protest von Vielen wurde deutlich, welche Bedeutung die VVN-BdA in diesem Land bis heute innehat, und dass Antifaschismus eine breite gesellschaftliche Basis hat.

Gemeinsam sind wir stark!

Und der Verlierer ist die AfD

16. März 2021

Von Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA

Aus antifaschistischer Sicht waren die Landtags- und Kommunalwahlen 2021 durchaus von Interesse. Dabei sind es nicht so sehr die Machtverschiebungen im Lager der bürgerlichen Parteien zwischen CDU, Grüne, SPD, FDP und Freien Wählern, die unsere politische Aufmerksamkeit erfordern, sondern die Rolle der extrem rechten Kräfte in der politischen Landschaft. Sehr erfreut kann man festhalten, dass die AfD in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz jeweils ein Drittel ihrer Wählerstimmen verloren hat, wobei der größte Teil der Verluste in das Lager der Nichtwähler zurückgekehrt ist. Trotz dieser guten Nachricht bleibt die Erkenntnis, dass die Partei in beiden Bundesländern über ein Stammwählerpotenzial verfügt, dass sich weder von den parteiinternen Querelen, noch von den offen faschistischen Positionen ihrer Repräsentanten davon abhalten lässt, die AfD zu wählen. Diese Wähler verfügen offenkundig über ein geschlossen extrem rechtes Weltbild, was mit den Werten unserer Demokratie nur schwer zu vereinbar ist. Ob und wie weit es mobilisierbar ist, zeigen die gegenwärtigen Corona-Leugner-Demonstrationen, bei denen gewalttätige Rechte zunehmend eine Rolle spielen.

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